Von Pionieren, Kameradinnen und Helfern. 150 Jahre Stadtfeuerwehr Kitzbühel

    Von Pionieren, Kameradinnen und Helfern. 150 Jahre Stadtfeuerwehr Kitzbühel

    Ausstellung des Museums Kitzbühel in Zusammenarbeit mit der Stadtfeuerwehr Kitzbühel und der Oldtimergruppe TLFA 4000. 

    Anlässlich des 150. Geburtstags der städtischen Feuerwehr widmet das Museum Kitzbühel die diesjährige Winterausstellung der Brand- und Katastrophenbekämpfung in Stadt und Region Kitzbühel. Die Feuergefahr besteht spätestens, seit es dicht bebaute feste Siedlungen gibt und so mag es nicht verwundern, dass die erste bekannte Erwähnung einer Feuerwehr in Kitzbühel in das Jahr 1481 zurückreicht. Seit dem 18. Jahrhundert sind in der Stadt Feuerwehrspritzen bezeugt, eine Löschanstalt lässt sich im frühen 19. Jahrhundert nachweisen. Mit der Gründung der städtischen Feuerwehr wurde im Jahr 1872 schließlich eine neue organisatorische Basis geschaffen, die sich nicht nur in Brand- und Katastropheneinsätzen bis heute unzählige Male bewährt hat, sondern die auch aus dem sozialen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist.  

    Der Schwerpunkt der Ausstellung im städtischen Museum Kitzbühel liegt dementsprechend auf der 150jährigen Geschichte der Stadtfeuerwehr. Dabei steht zum einen die Entwicklung von Ausrüstung und Technik im Vordergrund. Zwischen der im Museum präsentierten Handdruckspritze „Towasol“ aus dem Jahr 1880 und dem 2016 erworbenen RFLA 2000-200 mit modernsten Akkubergegeräten und Seilwinde liegt ein langer, mit vielen Innovationen gepflasterter Weg. Ein Weg, auf dem unzählige Brände, Naturkatastrophen und technische Pannen aller Art bekämpft und Menschenleben gerettet wurden. Die Einsätze der Feuerwehr zugunsten der Kitzbüheler Bevölkerung bilden dementsprechend das zweite große und entsprechend umfassend bebilderte Thema der Ausstellung.

    Die Menschen selbst sind dann das dritte große Thema. Was wäre die Kitzbüheler Feuerwehr ohne Pioniere wie Johann und Josef Pirchl, Kommandanten wie Anton Rothbacher, vor allem aber ohne die vielen Kamerad*innen, die füreinander einstehen und ihren Mitbürger*innen zur Hilfe eilen? Zahlreiche Exponate, Fotos und bewegte Bilder thematisieren die organisatorische Entwicklung, die lange Zeit auf die Funktionen als Fahnenpatinnen und Marketenderinnen beschränkte Rolle der Frauen, die Bedeutung im gesellschaftlichen Leben der Stadt und last not least jene soziale Komponente, die fast als Synonym für „Feuerwehr“ gelten darf: die Kamerad(in)schaft.  

    Die Ausstellung wird am Freitag, 25. November, um 19 Uhr eröffnet und wird bis 6. Mai 2023 im Museum Kitzbühel zu sehen sein.

    Öffnungszeiten bis 31.3.2023:
    Di-So 14-18 Uhr, Sa 10–18 Uhr 

    24. und 25.12.2022 geschlossen

    21. und 22.1.2023 geschlossen

    ab 1.4.2023
    Di-Fr 10-13 Uhr, Sa 10-17 Uhr

    Armin Krause, Feuerwehrmann beim Brand Vorderstadt 3.4.1959, © StaK/Wörg/13714

    Freiwillige Feuerwehr, Mitte Kommandant Anton Rothbacher, sitzend 2. von re. Adam Pichler, © StaK/Wörg/17804

    Steigerabteilung des Bez. Kitzbühel, © Stadtfeuerwehr Kitzbühel

    Motorspritzenzug II, © Stadtfeuerwehr Kitzbühel

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