Schätze aus dem Alten Kitzbühel

Themenführung zu altem Handwerk und Handel in Kitzbühel
19. Juli 2017

Schätze aus dem Alten Kitzbühel

Den alten Lebensgrundlagen der fast 750jährigen Stadt Kitzbühel widmet sich ab 8. Juli 2017 das Museum Kitzbühel. Exponate aus der Welt der Landwirtschaft, des Handels und Handwerk und des Bergbaus präsentieren eine Gesellschaft, die sich im Mittelalter formiert hat und in ihren Grundzügen weit bis ins 19. Jahrhundert hinein bestehen blieb.

Wichtigste Lebensgrundlage ist die Landwirtschaft mit der für den alpinen Raum typischen Almwirtschaft, in der Schau unter anderem mit Objekten des täglichen Lebens wie Krautstössln, Butterfasseln oder Buckelkraxn, aber auch mit den kurios anmutenden ‚Pferdeschuhen‘ zur Bewirtschaftung saurer Wiesen vertreten. Arbeit, Freizeit und geistig-kulturelles Leben sind einerseits von natürlichen Gegebenheiten wie etwa dem Rhythmus der Jahreszeiten, andererseits von einer von der Kirche und einer tief verwurzelten Frömmigkeit bestimmt, die sich beispielsweise in Votivbildern, Krippenfiguren oder Alltagsgegenständen mit christlichen Symbolen manifestiert.

Schätze aus dem Alten Kitzbühel hält insbesondere das Handwerk bereit. Die Zunfttruhe des Siebenerlei Handwerks mit den Symbolen von Huf-, Nagel- Waffen- und Gold- und Silberschmied, Schlosser, Wagner und Bierbrauer, die Zunftstange der Weißgerber oder die für den Kitzbüheler Raum typische ‚Pinzgauer Truhe‘ Beispiele für ein Kunsthandwerk auf höchstem Niveau. Die Kunst bezeugt auch die Bedeutung des Bergbaus, der in Kitzbühel vom Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein betrieben wurde. So nimmt eine in barocker Tradition gemalte Schutzmantelmadonna über dem aus Hammer und Schlögl bestehendem Emblem Bergmänner unter ihren Schutz. Gemeinsam mit den genannten und vielen weiteren Exponaten zum Bergbau, Handel, Bauernleben und zur Barockkunst wird sie im Sommer 2017 das ‚Alte Kitzbühel“ repräsentieren.

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